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Der Rattenfänger von Hameln

... hier war ich am 14.08.2004 | 31785 Hameln, Osterstraße 17

Nach unserem Besuch der Wilhelmshöhe haben wir im Rahmen unserer Deutschlandreise im August 2004 auch die Stadt Hameln besucht ... nachdem wir am Vormittag noch etwas Pech mit dem Wetter hatten, wurden wir in Hameln stattdessen von einem strahlend blauen Himmel und viel Sonnenschein begrüßt :-)

In der wunderschönen mittelalterlichen Fußgängerzone von Hameln befindet sich vor dem alten Postamt einer von zwei Rattenfänger-Brunnen ... DEN musste ich natürlich unbedingt sehen, wenn ich schon einmal in Hameln sein durfte ... gar keine Frage. Aber auch die historischen Gebäude in dieser Straße haben mir unglaublich gut gefallen. Reich geschmückte Fassaden, Fachwerkhäuser, interessante Erker und Giebel boten reichlich Spielraum zum Fotografieren. Einfach herrlich!

Durch die von bunten großen Ratten flankierte Fußgängerzone zog sich eine Spur von weißen Ratten, die im Abstand von ca. 1 - 1,5 Metern auf den Boden gemalt waren. Ratten, wo immer man hinschaute ;-) Die Ratten-Symbole markieren übrigens einen Rundweg durch die Hamelner Altstadt - vorbei an vielen Hamelner Sehenswürdigkeiten.





Gaststätte zum Rattenfängerhaus
Gaststätte zum
Rattenfängerhaus

In der Gaststätte zum Rattenfängerhaus wurde neben Pflaumenkuchen und Apfelstrudel auch der RattenKiller angeboten, ein geheimnisvoller Kräuterlikör - gebraut nach einem Original Hamelner Rezept. Uns lockte jedoch das schöne Wetter stattdessen in einen Biergarten, wo wir uns mit einem "ganz gewöhnlichen" Kaffee auf die Weiterfahrt einstimmten ;-)

Das Rattenfängerhaus wurde um das Jahr 1602 herum ursprünglich als Sitz für den Hamelner Ratsherren Hermann Arendes erbaut. Da sich jedoch in den Balken des alten Hauses eine Inschrift befindet, die von der Rattenfänger-Sage berichtet, wurde das Gebäude im Volksmund rasch zum Rattenfängerhaus. Die Inschrift befindet sich auf der Seite, die zur Bungelosenstraße hin zeigt ... eine Seitengasse, durch die der Rattenfänger einst die Kinder aus der Stadt hinausgeführt haben soll.

Der Sage nach tauchte im Jahre 1284 ein wunderlicher Mann in Hameln auf, der sich als Rattenfänger vorstellte. Hameln litt damals unter einer ganz extremen Rattenplage und so waren die Hamelner Bürger zunächst ausgesprochen dankbar für das Erscheinen dieses Pfeifen-Spielers. Sie versprachen ihm einen Haufen Geld, wenn es ihm gelingen würde, die Ratten aus der Stadt zu vertreiben. Also zog der Rattenfänger sein Pfeifchen aus der Tasche, fing an zu spielen und schon bald kamen alle Ratten und Mäuse aus ihren Verstecken gekrabbelt und folgten den reizvollen Klängen des Rattenfängers. Er führte sie hinaus aus der Stadt und ließ die Ratten und Mäuse in der Weser ertrinken.

Die Bürger Hamelns waren unendlich glücklich, dass sie von der Rattenplage befreit waren, bereuten es jedoch, dass sie dem Rattenfänger so viel Geld versprochen hatten. Sie verweigerten ihm den versprochenen Lohn und der Rattenfänger verließ verbittert die Stadt.

Am 26. Juni 1284 kehrte der Rattenfänger jedoch als furchteinflößender Jäger mit einem roten, wunderlichen Hut gekleidet zurück nach Hameln. Erneut ließ er sein Pfeifchen ertönen. Doch dieses Mal folgten ihm nicht die Ratten, sondern 130 Hamelner Kinder. Was mit diesen Kindern geschah, konnte nie geklärt werden. Sie kehrten jedenfalls nie nach Hameln zurück.

Linktipps:
» zur Website der Gaststätte Rattenfängerhaus
» zur Website der Stadt Hameln



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