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Herrenhäuser Gärten

... hier war ich am 15.08.2004 | 30419 Hannover, Herrenhäuser Str. 4

Zeitungsartikel :-)
Zeitungsartikel :-)

Das erste Ziel der 9. Etappe unserer mbslk.de-Deutschlandreise waren am 15. August 2004 die Herrenhäuser Gärten in Hannover ... nicht unbeobachtet, denn eine Reporterin und ein Fotograf der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung waren auch schon vor Ort als wir mit 15 SLKs auf den Parkplatz der Herrenhäuser Gärten einbogen ;-)

Doch dann ging es tatsächlich in die Herrenhäuser Gärten, wo wir eine ganz fantastische Führung durch Europas größten Barockgarten erhielten - den Großen Garten. Der 2 km lange und 1,4 km breite Garten in seiner jetzigen barocken Form entstand unter der Regie von Kurfürstin Sophie Braunschweig-Lüneburg gegen Ende des 17. Jahrhunderts. Auf dem Weg zur Großen Fontäne erinnert ein Denkmal im Großen Garten an die Prinzessin von der Pfalz, die ihren Garten innig liebte.

 

Das ehemalige Schloss Herrenhausen wurde bedauerlicherweise während des 1. Weltkrieges im Jahre 1943 komplett zerstört. Im Herbst 2010 begannen jedoch die lange geplanten Wiederaufbauarbeiten des Schlosses an seiner historischen Stelle. Davon war jedoch im August 2004 noch nichts zu spüren.

Ohne eine Führung hätte ich vermutlich bereits das höchst prachtvolle Galeriegebäude, das einst als Orangerie, Festsaal und "Gästehaus" genutzt wurde, für das Schloss gehalten ;-) Die Galerie entstand zwischen 1694 und 1698 nach Entwürfen des Baumeisters Johann Peter Wachter. Im "Vorgarten" der Galerie, dem Orangenparterre, standen während unseres Besuches akkurat in von Buchsbaumbüschen eingefassten Beeten jede Menge herrliche Orangenbäume - so wie es auch zu Sophies Zeiten in den Sommermonaten bereits gehalten wurde.





Ein reich verziertes goldenes Tor führt vom Orangenparterre (dem Vorgarten des Galeriegebäudes) in das Gartentheater im Großen Garten, einem Heckentheater, das zwischen 1689 und 1692 entstand. Das Gartentheater gehört übrigens fest zum Hannover Kulturprogramm. In den Sommermonaten werden hier auf einer von vergoldeten Statuen flankierten Bühne Musicals und Theaterstücke aufgeführt.

Ebenfalls höchst interessant fand ich die historische Grotte aus dem Jahre 1676 im nordwestlichen Teil des Großen Gartens. Sie entstand ebenfalls unter der Kurfürstin Sophie und wurde einst als kühlende Rückzugsmöglichkeit für heiße Sommertage sowie als Ort der Verzauberung angelegt. Im 18. Jahrhundert wurden die hübschen Verzierungen (Muscheln, Glas, Kristalle, etc.) entfernt und die Grotte jahrelang als Lagerraum "missbraucht" ... Erst im Rahmen der EXPO 2000 erblühte die Grotte in neuer Pracht. Zwischen den Jahren 2001 und 2003 wurde sie nach Plänen der Künstlerin Niki de Saint Phalle neu gestaltet. Ein kunterbunter Mix aus Steinen, Glasscherben und schrillen bunten Figuren schmücken die drei unterschiedlichen Mottoräume der Grotte.

Mehrere Springbrunnen schmücken die verschiedenen Abschnitte des Barockgartens, wobei die Große Fontäne als unumstrittener Mittelpunkt des Nouveau Jardin gilt. Die Große Fontäne entstand bereits um das Jahr 1700 herum. Es gab jedoch zunächst erhebliche Probleme bei der Wasserzufuhr, so dass es erst im Jahre 1721 gelang, das Wasser der Fontäne stattliche 36 Meter in die Höhe springen zu lassen. Im Jahre 1856 ließ sich die Technik noch weiter verbessern und führe dazu, dass der Strahl 56 Meter in die Luft spritzen konnte. Heute schafft es die Fontäne an windstillen Tagen sogar auf 80 Meter Höhe.

Nach unserem Besuch der Herrenhäuser Gärten ging es weiter zur Kaffeepause auf die Heidelbeerplantage im Naturpark Steinhuder Meer.

Linktipps:
» zur Website der Stadt Hannover
» zur Website des Vereins Freunde der Herrenhäuser Gärten



Karte






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